
Strangsanierungsplanung für Bestandsimmobilien
Was muss wirklich saniert werden, welche Verfahren kommen infrage und was kostet das? Genau diese Klarheit liefern wir - mit unabhängiger Zustandsbewertung und Sanierungsplanung, bevor Sie einen ausführenden Betrieb beauftragen.
Die vier Fragen vor jeder Strangsanierung
Erst Klarheit, dann Auftrag
Bevor Sie einen ausführenden Dienstleister beauftragen, sollten vier Fragen belastbar beantwortet sein. Genau dafür gibt es unsere Zustandsbewertung und Sanierungsplanung - damit Sie auf fachlicher Grundlage entscheiden, statt dem Angebot einer Sanierungsfirma vertrauen zu müssen.
Was muss genau saniert werden?
Die Zustandsbewertung klärt strangweise und belegt mit Befunden, welche Leitungen wirklich am Ende ihrer Nutzungsdauer sind. Sie sanieren nur, was nötig ist - nicht, was verkauft werden soll.
Welche Verfahren kommen infrage?
Wir vergleichen herstellerunabhängig: konventioneller Austausch, im Abwasser zusätzlich Rohrinnensanierung mit Liner, Kurzliner oder Beschichtung - mit den Stärken und Grenzen jedes Verfahrens für Ihr Gebäude.
Was ist die nachhaltigste und wirtschaftlichste Lösung?
Die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung stellt Verfahren, Folgekosten und Restnutzungsdauer gegenüber. Sie erhalten eine begründete Empfehlung - und wir begleiten Sie bei der Entscheidung.
Was kostet das?
Die Planung liefert einen belastbaren Kostenrahmen und ein prüffähiges Leistungsverzeichnis als Ausschreibungsgrundlage. So vergleichen Sie denselben Leistungsumfang statt unterschiedlich kalkulierter Angebote.
Wir sind Spezialisten für Trink- und Abwasserleitungen - nichts anderes.
Keine generalistische TGA-Beratung, kein Gemischtwarenladen aus dem Sanierungsmarkt. Trink- und Abwasser im Gebäudebestand ist das einzige Gewerk, in dem wir tief drinstecken - fachlich, technisch und verfahrenskundig. Genau das ist der Unterschied, wenn ein Strang ohne Komplettöffnung instandgesetzt werden soll.
Aus der Praxis
Wir kommen aus der Ausführung und kennen jedes gängige Verfahren am echten Objekt - nicht nur aus dem Datenblatt.
Verfahrenskundig
Liner und Beschichtung im Abwasser, partielle Erneuerung, konventioneller Tausch - wir bewerten technische Eignung sachlich.
Hygiene & Normen
TrinkwV 2026, DIN 1988, DIN 1986-30, VDI 6023, Legionellenprävention - Grundlage jeder Empfehlung.
Trinkwasser
- Steigleitungen & Stränge
- Verteilung & Etagenanbindung
- Zirkulation & Warmwasser
- Legionellenprävention
- Trinkwasserverordnung 2026
Abwasser
- Grundleitung im Boden
- Fallrohre & Anschlussleitungen
- Lüftung & Geruchsverschluss
- Kanalbefahrung & Zustandsbewertung
- Dichtheitsprüfung nach DIN 1986-30
- Rohrinnensanierung statt Aufstemmen
Abwasserstränge von innen sanieren - Verfahren, Eignung und Grenzen im Detail.
Warum unabhängig planen lassen?
Eine Beratung ohne eigenes Ausführungsgewerk vergleicht Verfahren neutral - konventioneller Tausch, Rohrinnensanierung im Abwasser, partielle Erneuerung. Ergebnis: die wirtschaftlich und technisch beste Lösung für Ihren Bestand, nicht für das Auftragsbuch des Sanierungsbetriebs. Dazu gehört auch, ein Verfahren auszuschließen: Für die Innenbeschichtung von Trinkwasserleitungen fehlt seit dem Rückzug der DVGW-Arbeitsblätter 2011 die Regelwerksgrundlage - wer sie Ihnen anbietet, sollte erklären können, worauf er sich stützt.
Was vor der Verfahrensentscheidung geklärt sein muss.
Leitungen liegen meist verdeckt in Schächten, Wänden und Bodenplatten. Baujahr und Schadenhistorie liefern Hinweise, ersetzen aber keinen Befund. Material, Verlauf, Restsubstanz und Zugänglichkeit entscheiden darüber, welche Maßnahme technisch sinnvoll ist und welche Leistungen ausgeschrieben werden müssen.
Leitungsverlauf, Nutzung, Schäden und vorhandene Unterlagen zusammenführen.
Zustand und Restsubstanz durch geeignete Untersuchungen belastbar dokumentieren.
Austausch und zerstörungsarme Verfahren mit ihren Voraussetzungen vergleichen.
Hinzu kommt ein strukturelles Problem: Trink- und Abwasserleitungen liegen in Wänden, Schächten und Bodenplatten. Sie sind nicht sichtbar, nicht einfach zugänglich und werden deshalb in der Regel erst dann zum Thema, wenn ein Schaden bereits eingetreten ist. Die Reaktion ist dann meist teuer - und oft nicht die wirtschaftlichste Lösung.
Parallel hat sich der Markt der zerstörungsarmen Instandsetzungsverfahren stark weiterentwickelt - allerdings sehr ungleich zwischen den beiden Gewerken. Im Abwasser sind Schlauchliner, Kurzliner und Beschichtungsverfahren ausgereift und geregelt; ein Strang lässt sich dort ohne Komplettaustausch nutzungsdauerverlängernd instandsetzen. Im Trinkwasser ist die Innenbeschichtung dagegen kein gangbarer Weg: Der DVGW hat seine Arbeitsblätter dazu 2011 mangels trinkwasserhygienischer Datengrundlage zurückgezogen, ein Ersatzregelwerk gibt es nicht. Dort bleibt der Austausch der Regelfall, klug geplant und abschnittsweise ausgeführt.
Genau diese Lücke schließt unsere Planung: Wir kommen aus der Ausführung, kennen die Verfahren technisch und vergleichen sie neutral mit dem konventionellen Tausch - bevor irgendjemand eine Wand öffnet.
Konventionell vs. zerstörungsarm
Neutrale Bewertung, keine Ausführung
Konventioneller Tausch
Komplettaustausch der Leitungen mit Öffnung der Bausubstanz.
- Vollständige Erneuerung
- Bei Totalschaden alternativlos
- Lange Restnutzungsdauer
- Wände, Decken und Bodenbeläge werden geöffnet
- Wohnungen oft tage- bis wochenlang nicht nutzbar
- Hoher Koordinations- und Kostenaufwand
Zerstörungsarme Instandsetzung
Rohrinnensanierung im Abwasser - Liner und Beschichtung ohne Eingriff in die Bausubstanz.
- Keine Wand- oder Bodenöffnung nötig
- Mieter können in der Regel im Objekt bleiben
- Kürzere Bauzeit und planbarer Ablauf
- Systemabhängige Nutzungsdauer prüfbar
- Im Abwasser, nicht im Trinkwasser: dort fehlt seit 2011 das Regelwerk
- Substanz muss den Liner tragen
- Nicht bei Bruch, Versatz oder starker Deformation
Erst Umfang klären, dann Honorar benennen.
Die Zustandsbewertung wird individuell angeboten. Strangzahl, Zugänglichkeit, Unterlagen, Untersuchungsumfang und gewünschte Planungstiefe bestimmen den Aufwand. Weiterführende Planung und Koordination werden mit eigenem Leistungsumfang und Preis ausgewiesen – ohne pauschale Zusage je Wohneinheit.
Unterlagen, mit denen eine WEG entscheiden kann.
Technik
Befund je Strang, Variantenvergleich und begründete Empfehlung
Vergabe
Prüffähiges Leistungsverzeichnis und vergleichbare Angebotsübersicht
Bewohner
Bauphasen, Sperrzeiten, Ersatzversorgung und Informationszeitpunkte
Abschluss
Abnahmeprotokoll, Fotodokumentation und offene Restpunkte
Welche Dokumente im Einzelfall geliefert werden, steht im vereinbarten Leistungsumfang. Die formale Kommunikation mit Eigentümern und WEG bleibt bei der Verwaltung; wir liefern die fachliche Grundlage dafür.
Unser Vorgehen
- Bestandsaufnahme & Risikoeinschätzung
- Vor-Ort-Begehung mit Foto- und Kameradokumentation
- Verfahrensvergleich & Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
- Leistungsverzeichnis & Ausschreibung an qualifizierte Betriebe
- Vergabebegleitung & Bauüberwachung
- Abnahme, Dokumentation & Wartungskonzept
Strangsanierung: Häufige Fragen
Die wichtigsten Fragen rund um Kosten, Dauer und Ablauf einer Strangsanierung im Mehrfamilienhaus.
Was ist eine Strangsanierung?
Was kostet eine Strangsanierung?
Wie lange dauert eine Strangsanierung?
Ist eine Strangsanierung im bewohnten Zustand möglich?
Was unterscheidet die Strangsanierung im Mehrfamilienhaus vom Einfamilienhaus?
Weiterführende Themen
Wie ist das bei Ihrem Objekt?
Ein bis zwei Sätze genügen. Sie bekommen eine Einschätzung, keine Verkaufsmail - und wenn wir nicht der richtige Ansprechpartner sind, sagen wir das.
Unsicher, ob Ihre Stränge am Ende der Nutzungsdauer sind?
Wir bewerten den Zustand Ihrer Trink- und Abwasserleitungen neutral - ohne eigenes Ausführungsinteresse. Antwort innerhalb von 24 Stunden.
- Erstgespräch kostenfrei und unverbindlich
- Angebot für die Zustandsbewertung, bevor etwas beauftragt wird
- Wir führen nicht aus – die Bewertung bleibt ergebnisoffen
- Ausführung über Fachbetriebe aus unserem Netzwerk