Wenn eine Hausverwaltung vor einer Strangsanierung steht, ist der naheliegende Weg: Eine Sanierungsfirma beauftragen, die alles aus einer Hand anbietet. Praktisch, schnell, unkompliziert. Aber ist es auch wirtschaftlich?
Die kurze Antwort: In den meisten Fällen nicht.
Der Interessenkonflikt, über den niemand spricht
Eine Sanierungsfirma verdient an der Ausführung. Je umfangreicher die Maßnahme, desto höher der Umsatz. Das bedeutet, dass die Empfehlung nicht zwingend die wirtschaftlichste für Sie ist.
Was eine von der Ausführung getrennte Planung konkret bringt
- Bedarfsermittlung ohne Auftragsinteresse: Wer nicht selbst ausführt, verdient nicht am Umfang der Maßnahme. Das Ergebnis kann auch lauten, dass ein Strang noch nicht fällig ist.
- Bessere Angebote durch saubere Ausschreibung: Detailliertes, herstellerneutrales Leistungsverzeichnis.
- Weniger Nachträge: Eine präzise Planung minimiert Nachträge.
- Qualitätssicherung auf der Baustelle: Eine Bauleitung, die nicht zum ausführenden Betrieb gehört, prüft, ob die vereinbarte Leistung tatsächlich erbracht wird.
Lohnt sich die getrennte Planung finanziell?
Was zunächst nach Mehrkosten aussieht, zahlt sich in der Praxis meist aus: Durch die bedarfsgerechte Planung wird nur saniert, was nötig ist; durch die saubere Ausschreibung werden Angebote vergleichbar; durch das präzise Leistungsverzeichnis sinkt die Zahl der Nachträge. Ab etwa 10 Wohneinheiten oder bei komplexen Projekten mit mehreren Gewerken lohnt sich die getrennte Planung fast immer. Bei kleinen, klar umrissenen Maßnahmen kann ein Fachbetrieb mit Festpreis die bessere Wahl sein.
Zur Einordnung: Bestandsnetz Consult plant und koordiniert Strangsanierungen, führt sie aber nicht aus.
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