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Teil des Sanierungsmanagements

Belegen statt schätzen.

Bevor jemand eine Wand öffnet oder ein Angebot schreibt, muss feststehen, was tatsächlich saniert werden muss. Wir bewerten den Zustand von Trinkwasser-, Abwasser- und Regenwasserleitungen – mit Befund, nicht mit Baujahr.

Drei Leitungsarten, drei verschiedene Fragen

Wer sie gleich behandelt, irrt zweimal

Trinkwasser

Wie viel Material ist noch da – und ist das Wasser einwandfrei?

Geprüft wird

Materialbestimmung, Schadenhistorie, Zugänglichkeit im Schacht, hygienische Bewertung nach VDI 6023

Daraus folgt

Saniert wird durch Austausch. Eine Innenbeschichtung ist hier kein gangbarer Weg – dafür fehlt seit dem Rückzug der DVGW-Arbeitsblätter 2011 die Regelwerksgrundlage.

Abwasser

Ist die Leitung dicht – und trägt sie noch?

Geprüft wird

Reinigung, Kamerabefahrung, Bewertung von Rissen, Versatz, Wurzeleinwuchs und Restwandstärke

Daraus folgt

Trägt die Restsubstanz, lässt sich von innen sanieren: Schlauchliner, Kurzliner oder Sprühverfahren. Der Boden bleibt zu.

Regenwasser

Hält sie auch, wenn sie voll steht?

Geprüft wird

Wie beim Abwasser, zusätzlich die Frage der Belastbarkeit unter Vollfüllung und die Prüfung innenliegender Fallleitungen

Daraus folgt

Dieselben Verfahren wie im Abwasser. Weil innenliegende Fallleitungen durch Schächte mitten im Gebäude laufen, wiegt der Verzicht aufs Freilegen hier besonders schwer.

Warum die Bewertung sich rechnet

Bei einer Grundleitung unter der Bodenplatte kostet nicht die Leitung das Geld, sondern der Weg zu ihr. Wer das vorher weiß, entscheidet anders.

Freilegen und austauschen

  • Aufstemmen, Aushub, Sicherung40 %
  • Wiederherstellung Bodenaufbau35 %
  • Leitung und Verlegung25 %

Von innen sanieren

  • Reinigung und Befahrung30 %
  • Sanierungsverfahren55 %
  • Zugang und Abnahme15 %

Die Anteile sind eine Größenordnung, keine Kalkulation – sie zeigen das Verhältnis, nicht den Preis. Ob sich das im konkreten Objekt so verhält, entscheidet die Befahrung. Genau dafür gibt es die Bewertung.

Warum das Baujahr allein nichts aussagt.
Verzinkte Stahlleitungen erreichen typischerweise nach vierzig bis sechzig Jahren das Ende ihrer Nutzungsdauer – die Spanne ist der Punkt. Wasserbeschaffenheit, Betriebsweise und frühere Eingriffe verschieben sie erheblich. Zwei Häuser desselben Baujahrs können deshalb völlig unterschiedlich dastehen. Was zählt, ist der Befund.
Warum eine Stichprobe meist genügt.
Bei gleichartigem Aufbau verhält sich ein Strang wie der nächste. Eine Auswahl repräsentativer Stränge liefert dann eine belastbare Aussage über das Gebäude, ohne jeden einzeln zu öffnen. Enger geprüft wird dort, wo die Leitungsführung uneinheitlich ist oder sich Schäden häufen.
Warum wir nicht ausführen.
Wer bewertet und anschließend selbst saniert, bewertet sein eigenes Auftragsvolumen. Wir führen nicht aus und verdienen nicht an der Bausumme – deshalb darf als Ergebnis auch herauskommen, dass nichts zu tun ist.

Wie eine Bewertung abläuft

  1. 01

    Erstgespräch

    Kostenfrei, klärt den Umfang.

  2. 02

    Angebot

    Individuell nach Objekt und Untersuchungsumfang.

  3. 03

    Begehung

    Material, Verlauf, Zugänglichkeit.

  4. 04

    Befahrung

    Reinigung und Kamera, wo nötig.

  5. 05

    Bericht

    Befund je Strang, Empfehlung, Kostenrahmen.

  6. 06

    Entscheidung

    Ihre – wir begleiten sie.

Erst nach dem Bericht entsteht das Leistungsverzeichnis. Wer ausschreibt, bevor der Zustand belegt ist, vergleicht Preise für unterschiedliche Leistungen.

Zustandsbewertung: häufige Fragen

Kosten, Umfang, Ergebnis – und warum sie ergebnisoffen sein muss.

Was kostet eine Zustandsbewertung?
Sie wird als eigene, kostenpflichtige Leistung beauftragt; einen pauschalen Festpreis gibt es nicht. Der Preis richtet sich nach Objektgröße, Leitungsbestand, verfügbaren Unterlagen, Zugänglichkeit und Untersuchungsumfang – etwa Reinigung und Kamerabefahrung. Nach einem kostenfreien Erstgespräch erhalten Sie ein individuelles Angebot und entscheiden erst danach.
Warum ist die Bewertung nicht kostenfrei, die Koordination aber schon?
Weil eine Bewertung ergebnisoffen sein muss. Würde sie erst dann bezahlt, wenn danach saniert wird, hätte sie ein eingebautes Interesse am Sanierungsbedarf. Es soll aber auch herauskommen dürfen, dass nichts zu tun ist. Die anschließende Koordination der Umsetzung ist dagegen für Verwaltung und Eigentümer kostenfrei – dort vergüten uns die ausführenden Fachbetriebe.
Was bekomme ich am Ende in die Hand?
Einen schriftlichen Bericht mit Befund je Strang, einer begründeten Handlungsempfehlung, dem Verfahrensvergleich und einem Kostenrahmen – dazu die Bilddokumentation der Kamerabefahrung. Auf dieser Grundlage lässt sich in der Eigentümerversammlung beschließen, und daraus entsteht das prüffähige Leistungsverzeichnis für die Ausschreibung.
Müssen alle Stränge geprüft werden?
In der Regel nicht. Bei gleichartigem Aufbau genügt eine Stichprobe repräsentativer Stränge, um den Zustand des Gebäudes belastbar einzuschätzen. Wo die Leitungsführung uneinheitlich ist oder Schäden sich häufen, prüfen wir enger. Was sinnvoll ist, legen wir vorher fest – es steht im Angebot.
Kann die Bewertung ergeben, dass nichts zu tun ist?
Ja, und das ist ein gutes Ergebnis. Genau dafür ist sie da: Sie verhindert den unnötigen Komplettaustausch ebenso wie die Innensanierung einer Substanz, die sie nicht mehr trägt. Eine Bewertung, deren Ergebnis von vornherein feststeht, ist keine.
Lässt sich das für mehrere Objekte gemeinsam machen?
Ja, und bei vergleichbarem Baualter lohnt es sich. Stammen mehrere Häuser aus derselben Epoche, liefert die Bewertung ausgewählter Objekte eine Grundlage für die mehrjährige Budgetplanung des ganzen Bestands – und zeigt, welche Gebäude zuerst drankommen müssen.

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Kurz gefragt

Wie ist das bei Ihrem Objekt?

Ein bis zwei Sätze genügen. Sie bekommen eine Einschätzung, keine Verkaufsmail - und wenn wir nicht der richtige Ansprechpartner sind, sagen wir das.

Antwort innerhalb von 24 StundenMit dem Absenden akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung.

Unklar, ob Ihre Leitungen am Ende sind?

Das Erstgespräch ist kostenfrei. Danach erhalten Sie ein individuelles Angebot auf Basis von Objektgröße, Leitungsbestand, Unterlagen und Untersuchungsumfang.

  • Erstgespräch kostenfrei und unverbindlich
  • Angebot für die Zustandsbewertung, bevor etwas beauftragt wird
  • Wir führen nicht aus – die Bewertung bleibt ergebnisoffen
  • Ausführung über Fachbetriebe aus unserem Netzwerk